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Auf den Spuren des Jäger aus Kurpfalz  Der Soonwald ist längst zur Erholungsstätte stressgeplagter Menschen geworden, die meistens aus dem Leben der hektischen Stadt hier Zuflucht suchen. Ruhe, Abgeschiedenheit und Wandern in fast unberührter Natur lassen den Menschen wieder Kräfte sammeln. Eine Menge von Ausflugszielen wird auch den verschiedensten Wünschen gerecht. Für den Naturkundler gibt es nicht nur ein riesiges Waldgebiet, sondern auch an den herrlichen Wanderwegen finden sich seltene Tiere und Pflanzen, Burgruinen und Aussichtstürme zu romantischen und informativen Begegnungen. Geheimnisvolles liegt hier in unmittelbarer Nähe. Museumsbesuche kann man hier ebenso machen wie Exkursionen oder auch auf Lehrpfaden wandeln. Einen ganz besonderen Spaß haben natürlich die Kinder, für sie ist an ganz bestimmten Plätzen ein wahres Spielplatz-Eldorado erstellt worden, das nicht nur ein Kinderherz höher schlagen lässt, sondern die Familienplanung oft jene mitsprachrechtlichen Wünsche des Kindes berücksichtigt und auf dem nahen Grillplatz volle Übereinstimmung erfährt. Für alle, die hier ein gemütliches Plätzchen suchen, gibt es idyllische und menschenfreundliche Gasthöfe, Cafés, Hotels oder Pensionen, in denen ein netter Aufenthalt garantiert wird.  Wenn man von Münchwald in Richtung Ellern fährt, kommt man an der ehemaligen Eisenhütte GRÄFENBACHERHÜTTE vorbei. Sie war eine von drei Eisenhütten im Soonwald. Verhüttet wurden Erze, ebenfalls aus dem Soonwald, aus den Gruben von Gebroth und Neufund. Der Verbrauch von Holz belief sich auf “8000 Stere”. Im Jahre 1808 war die Betriebszeit nur 26 Wochen im Jahr. Die Rentabilität war 1860 am höchsten, und 1873 wurde die Hütte stillgelegt. Überreste des Hochofens aus dem Jahre 1840 sind noch erhalten, das Magazin sowie einige Herrenhäuser. Unweit der Gräfenbacherhütte, an der gleichen Straße, gibt es ein großes Freizeitgebiet, die OPELWIESE, mit großen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, Spielplatz und Grillplätzen. Fährt man nun ein Stück weiter, so befinden sich auf der linken Seite zwei Parkplätze, und von diesen gehen sehr schöne Wanderwege durch den Wald und an den GLASHÜTTER WIESEN vorbei. Hier entlang geht auch der Europäische Fernwanderweg vorbei. Wenn man nun von dieser Straße in Richtung Argenthal abfährt, dann kommt man unmittelbar am SCHANZERKOPF vorbei. Ein riesiger Parkplatz kündet ein großes Wander- und Wintersportgebiet an. Im Sommer sehr schöne Wanderwege über die Kuppe mit herrlicher Aussicht weit ins Land, und im Winter finden hier alte und junge Wintersportfreunde lange Schlittenbahnen und die Möglichkeit für Langlauf und Skifahren.  Im nächsten Ort, in Argenthal, geht ein Weg ab zu einem Freizeit-Ausflugsziel, das Son- nenhungrigen und kühnen Schwimmern das Herz höherschlagen lässt, denn hier ist der beliebte WALDSEE mit Campingplatz, Liegewiesen und einem gemütlichen Restaurant und Café. Für Kinder, die sich gerne im oder am Wasser beschäftigen, ist dies ein idealer Spielplatz. In der Nähe gibt es einen Waldlehrpfad. Ein Wanderweg hinter dem Waldsee, Richtung Riesweiler, führt zur alten Eremitage. Wenn man nun der B 50 folgt, hinter Argenthal, dann führt die Fahrt nach SIMMERN 6. In dieser kleinen Stadt, die man noch erwähnen sollte, wenn man über den Soonwald spricht, findet sich alles, vom Supermarkt über Museen bis zu einer Bäckerei die sehr schmackhaftes “Schinderhannesbrot” bäckt. Das Hunsrückmuseum zeigt eine Übersicht der Hunsrücker Geschichte mit geologischen Besonderheiten, und im Schinderhannesturm ist eine Sammlung von bäuerlichen Gerätschaften. Nicht weit weg von Simmern liegt der Ort Ravengiersburg. Den Weg hier her sollte man unbedingt einmal zurücklegen, denn hier steht der HUNSRÜCKDOM, eine zweitürmige, romanische Klosterkirche. Ein Ort weiter, in Sargenroth, gibt es die weithin sichtbare und bekannte NUNKIRCHE mit gotischen Malereien. Hier am Rande des Soonwalds hält man eine Jugendherberge für Übernachtungen bereit, und in der Nähe befindet sich der Bismarckturm. Folgt man nun der Straße über Mengerschied, dann kommt man nach GEMÜNDEN mit einem noch bewohnten Schloss, das 1689 von den französischen Kompanien eingeäschert wurde. Heute ist das erneuerte Schloss wieder bewohnt. Der Mineraliensammler oder geologisch Interessierte findet hier, rund um Gemünden, aufschlussreiches Material. Angefangen bei einem geologischen Lehrpfad, der sehr interessante Gesteinsbrocken bereithält und erklärt, über den Besuch eines Schieferbergwerkes bis zu exkursionsähnlicher Begehung der riesigen Schieferhalden auf der Suche nach Versteinerungen. Ein Händler bietet hier die schönsten Mineralien an.  Fährt man nun weiter im Kellenbachtal - wohl eines der schönsten Täler im Soonwald - dann kommt man nach Königsau. Die hier ansässige TÖPFEREI bietet Spitzenprodukte und kann besichtigt werden. Folgen wir der Straße, auf der wir uns nun befinden (B 421), dann verlassen wir im Nahe-Kellenbachtal bei Simmertal den Soonwald. Vorher, auf dem Weg von Königsau gelangen wir über Henau zur ehemaligen BURG KOPPENSTEIN. Hier steht ein wuchtiger Bergfried, von dem man wohl eine der schönsten Aussichten über den Hunsrück genießen kann. Man sollte einmal zu dieser Burgruine wandern und den kuriosen “Wackelstein” bestaunen und erfühlen, wie die Menschen hier früher lebten. Etwas weiter östlich findet man die Ruine der ALTEBURG mit einem ebenfalls hohen Turm und einer guten Fernsicht bis zum Binger- oder Idar-Wald. Ein Wanderparkplatz ist direkt an der Straße, oder man fährt etwas weiter zur TRIFTHÜTTE mit Souvenirladen, die stets Spießbraten und deftiges Essen für große Besuchergruppen bereithält und somit auch ein Ausflugsziel für Busunternehmen darstellt. Hier kann der Ausgangspunkt für Wanderungen, auch zur Alteburg, sein. Macht man nun eine Wanderung durch den “Verbotenen Soon” über Waldfriede nach SEESBACH, entdeckt man in der Dorfmitte einen riesigen Hügel mit dicken Quarzitbrocken.  Als Kunstinteressierter sollte man sich auch auf dem Friedhof die alte Semendiskirche mit ihren gotischen Fresken ansehen. Nicht weit von hier ist das schöne HOXBACHTAL, romantisch und urwüchsig mit einer Mühle, und nicht weit davon sollte sich in einer Höhle der Räuber Schinderhannes aufgehalten haben. Der Eingang der Höhle ist noch zu sehen. Wenn man nun an dem ehemaligen Flugplatz Pferdsfeld vorbei auf der Hauptstraße in östlicher Richtung fährt, dann kommt man zu einer geschichtsträchtigen Stelle, dem DENKMAL des Jägers aus Kurpfalz . Hier bei Entenpfuhl wurde 1913 das Denkmal für Friedrich Wilhelm Utsch von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Ob er jener reitende Förstersmann gewesen ist? Nun, es gibt auch noch eine andere Variante. Ein Weg führt hier zu der beachtenswerten Galerie “Birkenhof” mit vielen Gemälden russischer Künstler. Wenn sich während all diesen Besichtigungen der Hunger einstellen sollte und das Gefühl sich breit macht, unbedingt eine Rast einzulegen, dann sind wir hier am KREERSHÄUSCHEN genau richtig, denn hier im Fuchsbau “Malepartus” kann man mit leckeren Gaumenfreuden rechnen. In unmittelbarer Nähe gibt es einen Wanderparkplatz, mit einem Abenteuerspielplatz, der seinesgleichen sucht, ein wahres Spielparadies, das verbunden ist mit einigen Grillplätzen und Hütten, in denen man als müder Wanderer bei Regen auch die Beine langmachen kann. Eine wirklich empfehlenswerte Ecke. Die Straße von Kreershäuschen nach Tiefenbach führt über die Höhe des ELLERSPRING (657 m). Vom Wanderparkplatz muß man noch ein paar Minuten gehen, bis man den Sender erreicht. Etwas weiter auf dem Weg kommt man an die Ödesborner Höhe. Ist man schon ganz oben auf dem Kamm des Soons, dann ist es nicht mehr weit bis zur WILDBURG. Von ihr ist nicht mehr viel übrig als ein paar Mauerreste. Unweit von jenem Parkplatz steht eine mächtige Eiche. Es ist die WOLFSEICHE. Ein Schild am Baum besagt, dass hier 1851 der letzte hier lebende Wolf geschossen wurde.  An der Straße, die zurück nach Münchwald führt, liegt in unmittelbarer Nähe der Einfahrt in den Ort der Struthof, ehemaliges Wohnhaus von Adam Melsheimer, dem reitenden Jägersmann aus Kurpfalz. Außerdem lädt die älteste Töpferei im Soonwald die Besucher ein, an ihren salzglasierten blaugrauen Steingut-Töpfen und -Kannen Gefallen zu finden und ein schönes Stück zu erwerben. Von Münchwald, an der Töpferei “Auf der Heide” vorbei, die ebenfalls zu Ihrer Ausstellung einlädt, führt nun der Weg nach Spall. In diesem kleinen Ort gibt es eine Seltenheit: ein SCHOTTLANDMUSEUM, welches die Gelegenheit bietet, Schottland und seine Highlands in geschichtlicher Weise kennen zulernen. Ein interessant ausgestattetes Pub bietet schottische Spezialitäten und eine gemütliche Atmosphäre. In einer Galerie findet eine ständige Kunstausstellung statt, mit Werken der beiden dort ansässigen international bekannten Maler und Aktionskünstler Hans Maria Mole und Basil Wolfrhine. Ein Besuch lohnt sich bestimmt. Fahren wir nun zwei Orte weiter zum Wallfahrtsort Spabrücken. Eine schöne barocke Kirche mit der SCHWARZEN MADONNA vom Soon ist schon weithin sichtbar. Jährlich am 7. September findet hier eine große Lichterprozession statt. Nur ein paar Kilometer weiter, Richtung Bad Kreuznach, steht die imposante DALBURG. Diese schöne Ruine mit gut restaurierten Wohnbauten und alles überragendem Palais sollte nicht bei einer Fahrt durch den Soonwald unbeachtet bleiben, ebenso die ROSENBURG bei Argenschwang. Wenn wir uns nun in nordöstlicher Richtung Stromberg, der Heimat des “Deutschen Michel”, Hans Michael Obentraut, nähern, dann sieht man noch auf einem Hügel die Stromburg. Begibt man sich auf die Höhe, dann hat man einen sehr schönen Rundblick, und ein  erstklassiges Restaurant mit dem bekannten Fernseh-Koch Johannes Lafer erfüllt Gaumenträume. In STROMBERG gibt es ein sehr informatives Heimatmuseum und ein schönes Schwimmbad auf der Höhe und in dem Stadtteil Schindeldorf eine schöne Golfanlage mit Golfhotel. Fährt man nun in Richtung Rheinböllen, so kommt man an der Ruine GOLLENFELS vorbei, und unweit davon hat man einen großen Stausee angelegt, ganz in der Nähe der Ruine Suitbertstein. Ein paar Kilometer weiter, durch die Soonwalddörfer Dörrebach und Seibersbach sieht man die Ruine der Karlsburg und vom HOCHSTEINCHEN (648m) hat man eine wunderbare Aussicht vom Turm. Hier in Rheinböllen endet unsere romantische Rundreise durch den Soonwald mit einem Besuch im HOCHWILDSCHUTZPARK, wo viele Tiere aus unseren Breiten zu besichtigen sind. Außerdem gibt es hier im Park einen großen Spielplatz. Hier in Rheinböllen gibt es ein phantastisches Hallenbad, in dem die ganze Familie Außergewöhnliches und Interessantes erleben kann, das vor allem die Kinder erfreuen wird.
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